Gerlhausen

Die ausführliche Urkunde sagt zur Frühgeschichte folgendes:


Im Namen Gottes und seines Sohnes Jesus Christus. Nachricht oder Erwähung über die Schenkung, die nach dem Tode des Grafen Droantus für das Seelenheil ihres Vaters seine Söhne, das sind Drudmunt, Cundpald und der Diakon Chuanrat, zum Altar der heiligen Maria vor dem Leib des Bekenners Christi Corbinian auf der Freising genannten gemacht haben. Und das geschah in Gegenwart ihrer Mutter namens Judith und sehr viel anderer Leut, die dort aus der Familie anwesend waren. Es ist dies ein Bauerngut, ausgestattet mit Dienstleuten und mit anderem Eigentum, was immer er damals besaß, und der Name des Mannes lautet Swarzo, mit dem persönlich sie die Schenkung machten in einem Ort, der Feldtuchuing heißt, und ein zweiter Hof mit ähnlicher Ausstattung wie der oben erwähnte. Und der Name des Mannes ist Deganolt mit seiner Frau und seinen Kindern und was immer zu ihm gehört. Und er liegt in einem Ort namens Gerlhausen (Kerhiltahusir), mit ihrem ganzen Gesinde, das vor seiner Herrschaft gedient hat.

 

Und andererseits sei erwähnt, was sie bezüglich des Mannes der Deganolt genannt wird besprochen haben: Wenn sich für sie einmal die Möglichkeit ergebe, ungeschmälert das, was wir oben erwähnt haben, zu verpachten für eine andere Summe entsprechend seinem Wert, so sollten sie die freie Verfügungsgewalt über das Pachtgut haben, das heißt mit anderen Dienstboten oder Pferden oder Gold und Silber oder allem, was sie hätten hinzuerwerben müssen. Und inzwischen solle er dienen, wie es oben besprochen wurde. Und Zeugen sind jene zeugen, die an den Ohren gezogen wurden, und andere Zeugen, deren Namen sind vor allem der Kaplan Uvago, Engilhart, Reginpert, Cundpato, Memmo, Tenil, Teneol, Chadolh, Herirat.

 

Und das ist geschehen unter der unvergänglichen Herrschaft unseres Herrn Jesus Christus, im 6. Jahr der Regierung des Herrn Kaisers Karl sub die consule, was ergibt der 17. Oktober in der 14. Indiktion.

 

Wenn jemand versuchen sollte, gegen diese Schenkung anzugehen, so möge er sich in acht nehmen, dass er nicht dem Zorne Gotte anheim falle und sich weiter entferne von der Wohnung der Heiligen.

 

Und ich der Priester und mansionarius Hiltipert, habe gebeten, dies inzwischen zur Erinnerung aufzuschreiben, damit, wenn mit Gottes Hilfe unser Herr Bischof Atto gekommen ist, es dann verbessert und dann von Fehlern gereinigt wird. Denn: Was Ungeschicklichkeit nicht vermag, das besorgt die Liebe.
Und ich, Starcholf, habe diese Aufzeichnung geschrieben.

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